Aus dem Englischen von Werner Schmitzund Claus Sprick. Eine Frau, die mit einer Hauslehrerin verwechselt wird und den Irrtum erst nach mehreren Tagen Unterricht aufklärt, ein Junge, der sich als Werwolf erweist, eine sprechende Katze namens Tobermory und der Erfinder der sagenhaften Unruhekur sind nur einige der unvergesslichen Figuren, die Sakis Erzählungen bevölkern. Sie alle haben gemeinsam, dass nichts darin so ist, wie es zunächst scheint - und dass einem beim Lesen bisweilen das Lachen im Halse steckenbleibt.
Rezensent Uli Hufen stößt auf diesen gut 900 Seiten von Saki alias Hector Hugh Munro tatsächlich auf keine einzige langweilige Zeile. Die sämtlichen Erzählungen des Briten, der mit gespitzter Feder über die britische Upperclass herzieht, bestechen laut Hufen durch ihren bitterbösen Witz und ihre Figuren, Kinder im Kampf gegen ihre Vormunde oder homosexuelle Männer. Der Autor zeichnet ihr Rebellentum mit funklender Rhetorik, sadistischer Freude und ohne falsche Zimperlichkeit, findet Hufen einigermaßen beglückt.
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