Imani Thompson

Honey

Roman
Cover: Honey
Rowohlt Verlag, Hamburg 2026
ISBN 9783498007898
Gebunden, 416 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Asal Dardan. Das erste Mal hat Yrsa nicht die Absicht zu töten. Aber der Cambridge-Professor, der ihr gegenübersitzt, hat die Forschungsergebnisse ihrer Freundin gestohlen. Als sie die Biene in seine Sanpellegrino-Flasche schnippt, denkt sie, dass er einen schmerzhaften Stich abbekommen wird. Dann ist er tot. Und Yrsa, die - seien wir ehrlich - schon seit einiger Zeit gelangweilt ist, fühlt sich endlich wieder lebendig.Der Debütroman von Imani Thompson verbindet Campus-Roman mit Thriller-Elementen und Humor. 

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 17.07.2026

Mit "Honey" schöpft Imani Thompson das gesellschaftskritische Potenzial des Serienmörderinnengenres voll aus, und beweist zugleich, dass sich Unterhaltung und Anspruch, "Kommerzialität" und "Klugheit" in der Literatur nicht ausschließen müssen, lobt Rezensentin Sonja Hartl. Zackig, witzig, scharfzüngig schreibt diese Debütantin, ihre Erzählerin bedient sich verschiedener rassismustheoretischer Referenzen ebenso leichthändig wie diverser Mittel zum Mord, lesen wir. Ihre Opfer: Männer, die ihre Macht missbrauchen. Ihre Motivation: Rache. Ihre Rechtfertigung: Der Praxistest auf die Thesen ihrer Dissertation, in der sie sich mit den Folgen des Afropessismus auf die Emanzipation schwarzer Frauen beschäftigt. Diesen komplexen, theoretischen Unterbau verknüpft Thompson geschickt mit viel Sarkasmus, "Romantik und Thrill", lesen wir. Über einige Längen und Ungereimtheiten gegen Ende kann die Rezensentin angesichts solcher Erzählkunst locker hinwegsehen.