Herbert Riehl-Heyse

Jugendwahn und Altersstarrsinn

Mein ganz persönlicher Generationenkonflikt - ein Fragment - und ausgewählte Texte aus dem letzten Lebensjahr
Cover: Jugendwahn und Altersstarrsinn
Karl Blessing Verlag, München 2003
ISBN 9783896671936
Gebunden, 187 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Das Älterwerden fiel Herbert Riehl-Heyse in den letzten Monaten seines Lebens zunehmend schwerer, auch bedingt durch die lebensbedrohende Krankheit. Und doch hat er sich in seiner unnachahmlichen Art der ironischen Bewertung eigener Befindlichkeiten mit dem Thema seines Buches beschäftigt. "Manche üben sich im Grabenkrieg", so der Autor, "so verhärtet sind die Fronten zwischen Jung und Alt. Manche haben sich einfach nichts zu sagen oder reden bedeutungsschwer aneinander vorbei, sind starrsinnig und besserwisserisch (so der Vorwurf der Jungen), sind uneinsichtig und undankbar (so der Vorwurf an die Jungen)." Die Texte des Autors zeigen, dass es schwierig ist, in Würde älter zu werden und es nicht zu merken beziehungsweise dem Jugendkultigen zu verfallen und es auch nicht zu merken. Unbestreitbar ist, dass wir es hier mit einem Thema des beginnenden 3. Jahrtausends zu tun haben. Das hier vorliegende Fragment seines letzten Buches zeigt, was geschieht, wenn Welten aufeinander prallen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.12.2003

Werner A. Perger mag Herbert Riehl-Heyse und deshalb auch diesen Band, bestehend aus einem Buchfragment über den Generationenkonflikt und ausgewählten Texten des letzten Lebensjahres. Ein "ergreifendes Dokument" habe Riehl-Heyse dem Leser da hinterlassen, "man liest es zwischen Lächeln und Weinen". Auch wenn die Leichtigkeit etwas verflogen sei und sich eine melancholisch-ironische Grundmelodie durch das Fragment ziehe, bleibe der Autor doch der unterhaltsame Erzähler, der sich stilistisch treu geblieben sei. Ähnlich den kleinen, aber nie bedeutungslosen Beobachtungen in den Reportagen reihe Riehl-Heyse in seinem letzten Text die Krankheitssignale seines Körpers "beiläufig und zugleich so präzis" aneinander.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.09.2003

Rezensentin Astrid Hölscher zeigt sich sehr angetan von dem nun erschienenen Band "Jugendwahn und Altersstarrsinn", das Fragmente und letzte Texte des im April diesen Jahres verstorbenen Journalisten Herbert Riehl-Heyse versammelt. Das liegt für sie vor allem daran, dass der Mensch und Journalist Riehl-Heyse darin "so höchst anwesend erscheint". Etwa mit seinen fröhlichen Polemiken oder seiner "unbekümmerten Eitelkeit, doppelt gebrochen durch stilisierte Selbstironie". Oder auch mit seiner Versöhnlichkeit, die Jugendwahn und Altersstarrsinn in dem gleichnamigen Text als "besonders gefährliche Geistesverwirrungen" enttarne, die am besten nebeneinander gedeihen. "Jugendwahn und Altersstarrsinn" sei zwar nur ein Fragment, aber eines, das zum Selber- und Weiterdenken einlade, hält Hölscher fest.

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