"Erst aus dem Nichtsein, das wir ahnen, begreifen wir für Augenblicke, dass wir leben. Man freut sich ... und weiß mit jedem Atemzug, dass alles, was ist, eine Gnade ist." Diesem Bewusstsein ist der hier vorgelegte Kanon von rund 150 Gedichten, Erzählungen und Betrachtungen verpflichtet.
Mit einer kurzen Betrachtung des Wortes `Ach` und seiner Varianten leitet Franz Schuh seine Rezension ein. Das `Ach`, kürzester aller Nachrufe und Bedauern in einem, fasst die Textsammlung des Buches von Hermann Hesse über Jörg Steiner bis Kurt Tucholsky zusammen, die sich allesamt mit der irdischen Vergänglichkeit befassen. Abgesehen von den einzelnen Beiträgen, denen der Rezensent durchaus zugetan ist, stelle sich bald eine "Einförmigkeit" ein, der auch die "Vielfalt literarischer Formen" nichts entgegenzusetzen habe. Dieses "Wiederkäuen" sei bei einer Auseinandersetzung mit dem Tod aber kaum zu umgehen. Dessen "starre Unvermeidlichkeit" lässt einem außer Zynismus und eben jener ausdauernden Wiederholung nicht viel andere Möglichkeiten der Herangehensweise, bedauert Schuh.
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