Herbert Schnierle-Lutz (Hg.)

Jeder Morgen will Abend werden

Betrachtungen über die Vergänglichkeit
Cover: Jeder Morgen will Abend werden
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN 9783458343936
Taschenbuch, 210 Seiten, 8,13 EUR

Klappentext

"Erst aus dem Nichtsein, das wir ahnen, begreifen wir für Augenblicke, dass wir leben. Man freut sich ... und weiß mit jedem Atemzug, dass alles, was ist, eine Gnade ist." Diesem Bewusstsein ist der hier vorgelegte Kanon von rund 150 Gedichten, Erzählungen und Betrachtungen verpflichtet.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.02.2001

Mit einer kurzen Betrachtung des Wortes `Ach` und seiner Varianten leitet Franz Schuh seine Rezension ein. Das `Ach`, kürzester aller Nachrufe und Bedauern in einem, fasst die Textsammlung des Buches von Hermann Hesse über Jörg Steiner bis Kurt Tucholsky zusammen, die sich allesamt mit der irdischen Vergänglichkeit befassen. Abgesehen von den einzelnen Beiträgen, denen der Rezensent durchaus zugetan ist, stelle sich bald eine "Einförmigkeit" ein, der auch die "Vielfalt literarischer Formen" nichts entgegenzusetzen habe. Dieses "Wiederkäuen" sei bei einer Auseinandersetzung mit dem Tod aber kaum zu umgehen. Dessen "starre Unvermeidlichkeit" lässt einem außer Zynismus und eben jener ausdauernden Wiederholung nicht viel andere Möglichkeiten der Herangehensweise, bedauert Schuh.
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