Henry David Thoreau

Henry David Thoreau: Tagebuch IV

Cover: Henry David Thoreau: Tagebuch IV
Matthes und Seitz, Berlin 2019
ISBN 9783957577504
Gebunden, 350 Seiten, 23,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Rainer G. Schmidt. In diesem Jahr 1852 beginnt sich Henry D. Thoreau mit der Fotografie zu beschäftigen und mit den Einflüssen des Lichts auf die Wahrnehmung. Immer häufiger werden seine Spaziergänge im Mondschein, der für ihn die Dinge genauer erscheinen lässt als die Ausleuchtung durch die pralle Sonne. Detailreiche und systematische Beobachtungen der Schneeflut, dann der durch das Tauwasser verursachten Wasserflut, regen weitreichende Reflexionen über die Veränderungen der Landschaft und die Einflüsse des Klimas auf die Natur an. Der Leser begleitet Thoreau in seinem Gang durch die Jahreszeiten, der dessen Sinne für die Details der uns umgebenden Welt schärft.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2019

Gerade ist der vierte Teil der zwölfbändigen deutschen Ausgabe von Thoraus Tagebüchern erschienen, erklärt Rezensent Jürgen Brôcan. Die "bevorzugte Ausdrucksform" des Autors hält dem Kritiker zufolge in diesem Band Thoraus fasznierende Gedanken aus den Monaten Januar bis August 1852 bereit, wobei der Autor selbst 1852 als sein "Jahr der Beobachtung" bezeichnet habe. Der Band wurde in den Augen des Rezensenten vom Übersetzer sinnvoll gekürzt, nur erscheint ihm Thorau durch die Streichungen vieler Notate von Gesprächen ein wenig zu isoliert. Poetische Landschaftsbeschreibungen und Berichte von Wanderungen und Spaziergängen mischen sich laut Brôcan mit Gedanken über die Natur und den Menschen, in denen der Kritiker Thoraus Dilemma erkennt, sich einerseits nach Verständnis und Austausch zu sehen, sich aber andererseits von der Oberflächlichkeit vieler abgestoßen zu fühlen und sich nach mehr Natürlichkeit zu wünschen. Damit nahm der Autor für den Rezensenten die "Probleme des modernen Großstadtmenschen" vorweg.

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