Henning Mankell

Die italienischen Schuhe

Cover: Die italienischen Schuhe
Zsolnay Verlag, Wien 2007
ISBN 9783552054158
Gebunden, 367 Seiten, 21,50 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Verena Reichel. "Wenn der Schuh passt, denkt man nicht an den Fuß", sagt ein Sprichwort. Aber was, wenn das ganze Leben nicht zu passen scheint? Seit ihm als Arzt ein schicksalhafter Fehler unterlaufen ist, lebt Fredrik Welin allein auf einer Schäreninsel. Menschenscheu hat er sich völlig in die Stille zurückgezogen. Doch an einem Wintertag nähert sich seiner Insel eine dunkle Gestalt zu Fuß über das Eis, und in Welins Leben beginnt es zu tauen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2007

In "Die italienischen Schuhe" zeigt sich Henning Mankell einmal nicht als Krimiautor, sondern als Schöpfer einer Familiengeschichte, die eines Ingmar Bergman würdig wäre, meint Arnd Rühle eingenommen. Mit dem ehemaligen Chirurgen Fredrik Walen, der sich nach einem fatalen Kunstfehler auf eine kleine Insel zurückgezogen hat und den die eigene Geschichte einholt, geht der Autor allerdings über die Grenzen einer Familiensaga hinaus und weitet den Blick auf Geschichte und Gegenwart unserer Zeit, stellt der Rezensent fest. Ihn fesseln die zum Teil witzigen, dann wieder spannenden und bedeutungsvollen Wendungen in einer bis zur äußersten Isolation zurückgezogenen Existenz, die unversehens aufbricht, und er preist diesen Roman als weitreichend und "schön".