Diese illustrierte Geschichte Chinas ist aus der Perspektive der Gegenwart geschrieben und zeichnet die für das Selbstverständnis des heutigen China wichtige vieltausendjährige Geschichte nach. Besonderes Augenmerk liegt auf den Grundlinien und der Dynamik der politischen Entwicklungen in diesem großen Kulturraum, in dem heute ein Viertel der Menschheit lebt. Die Errungenschaften und Erfolge dieser Kultur, die sich noch im 18. Jahrhundert an der Spitze der Weltkulturen befand, werden ebenso anschaulich wie der langsame Aufbruch in die Moderne. Der Blick über lange Zeiträume hinweg und die Berücksichtigung des für China charakteristischen Staatskultwesens ebenso wie der vielen Religionen Chinas bringen dem Leser ein neues Chinabild vor Augen. Im zweiten Teil des Buches stehen die Auseinandersetzungen mit den westlichen Mächten, die schleppende, doch zunehmend dynamische Industrialisierung des Landes, die revolutionären Massenbewegungen unter Mao Zedong und die wirtschaftliche Öffnung in den vergangenen Jahrzehnten im Zentrum.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.09.2008
Matthias Messmer hat zwei Werke zur Geschichte Chinas gelesen und hat über beide viel Lobendes zu sagen. Das Buch vom Sinologen und Direktor der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel, Helwig Schmidt-Glintzer, preist er als kenntnisreiche, genaue und nicht zuletzt fesselnde Einführung in die Jahrtausende währende Geschichte Chinas. Die "kleine Geschichte" spannt einen beeindruckend weiten Bogen vom frühen dritten Jahrtausend v. Chr. bis zur Gegenwart, so der Rezensent gefesselt. Dass der Autor in diesem "lexikonartig" aufgebauten Geschichtswerk auch frühere Arbeiten integriert, findet Messmer legitim, wenn es die Kenner auch stören könnte, wie er einräumt. Uneingeschränkt aber lobt der insgesamt sehr eingenommene Rezensent die "wunderschönen" und zum Teil "wenig bekannten Illustrationen" des Buches.
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