In seinem neuen Werk interpretiert der Autor die Europäische Union vollständig neu und sagt ihr im Gegensatz zu den Erwartungen vieler ein langes Leben und ihrem System eine weltweite Verbreitung voraus. Er begründet dies damit, dass eine sich globalisierende Welt die Gründung vieler "Staaten-Unionen" als conditio sine qua non erfordert, um, soweit das überhaupt menschenmöglich ist, eine den Frieden sichernde und Wohlstand für alle anstrebende Weltordnung zu stiften.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016
Rezensent Michael Gehler liest Helmut Wagners Neuinterpretation der EU als origineller, potentiell starker, imperiale Attitüden begrenzender und staatliche Vielfalt erhaltender Bund mit Erstaunen. Dass der Autor die Schwächen im System keineswegs übersieht, wie Gehler bemerkt, macht Wagners Prognose eines langen Lebens der EU und ihrer weltweiten Verbreitung für ihn nur noch überraschender. Spannende Glanzpunkte des laut Rezensent persönlich gehaltenen Buches sind für Gehler die in den Band aufgenommenen außereuropäischen Perspektiven auf die Entwicklung der EU von Experten aus China, Japan, Russland, Südkorea und den USA.
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