2001, im Jahre seines 50. Todestages, wirft diese Biografie ein neues Licht auf den Kronprinzen Wilhelm, der seinen Zeitgenossen vielfach als oberflächlich, leichtfertig und unbedeutend, als Schürzenjäger und Kriegstreiber galt. Dieses Zerrbild ist bis in die Gegenwart weit verbreitet. Übersehen wird jedoch häufig, dass der letzte deutsche Thronfolger in Gesprächen, Briefen und Denkschriften mit maßgeblichen Männern aus Politik, Wirtschaft und Generalität versuchte, die Katastrophe, in welche das zweite deutsche Kaiserreich steuerte, zu verhindern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2002
Nichts Positives kann Rezensent Holger Afflerbach der Biografie über Kronprinz Wilhelm, den Sohn von Wilhelm II., abgewinnen. Was der Autor Helmut Ries liefert, ist bereits bekannt - wie Wilhelms Rolle beim Angriff auf Verdun -, wird zu kurz abgehandelt - wie die Verwicklung des Kronprinzen in verschiedene Führungsintrigen -, und enthält außerdem "zahlreiche Sachfehler", schimpft Afflerbach. Wichtige Aspekte werden gleich ganz weggelassen: zum Beispiel wie der Prinz sich auf die Nationalsozialisten einließ. Und nicht zuletzt beklagt der Rezensent "inhaltlich nicht notwendige, meist antibritische Polemiken". Davon, dass der Prinz ein "guter Kaiser geworden wäre", kann der Autor den Rezensenten auch nicht überzeugen. Ein glatter Verriss.
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