Erfahrungen, gute wie schlechte, motivieren immer wieder zum Nachdenken über die grossen Welt-rätsel. Sie erschüttern aber auch die dabei gewachsenen Einsichten. Unruhe durchzieht Philosophie, genährt von zwei Fragen: Wieviel braucht eine Philosophie, die der Sinnspur menschlichen Lebens nachgehen will? Und wieviel Erfahrung verträgt sie?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.06.2017
Uwe Justus Wenzel liest Helmut Holzheys Erfahrungsbericht aus dem Grenzgebiet philosophischen Denkens mit Gewinn. Lesenswert findet er, wie der Autor mit Kant, Platon oder Adorno den Raum der philosophischen Vernunft auslotet und gelegentlich überschreitet. Zwischen Sinnsuche und Scheitern öffnet sich vor den Augen des Rezensenten dabei ein neuer Erfahrungsraum: Gott. Den aber deutet Wenzel als höchstpersönliche Erfahrung des Autors, der ihm nun nicht länger nur als Philosoph zu sprechen scheint.
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