Helmut G. Haasis

Den Hitler jag ich in die Luft

Der Attentäter Georg Elser. Eine Biographie
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 1999
ISBN 9783871343711
Gebunden, 272 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Am 9. April 1945 wurde der schwäbische Schreiner Georg Elser im KZ Dachau hingerichtet. Bis dahin suchte die Gestapo nach den "Hintermännern" des Attentats auf Hitler am 8.11.1939. Hitler und Himmler wollten nicht glauben, daß Elser allein gehandelt hatte; es mußte Drahtzieher geben. Es gab sie aber nicht ­ ein Umstand, der später auch die Historiker verwirrte: Ein Handwerker, der keiner politischen Gruppe angehörte, paßte in keine ideologische Schublade.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.10.1999

Wilhelm von Sternburg lobt Hellmut Haasis` Biografie über den Hitler-Attentäter Georg Elser als eine "akribische Untersuchung". Das könnte man auch als Kritik verstehen, so ist es aber nicht gemeint. Phantasie oder Inspiration ist Sternburgs Sache nicht. Für ihn schließt das Buch endlich eine Lücke in der Geschichtsschreibung, die sich viel um den konservativ-militärischen Widerstand gekümmert hat, aber viel zu wenig um den schwäbischen Schreiner Elser. Das Buch, so Sternburg, berichtet einfühlsam und lässt einem "stillen Helden Gerechtigkeit widerfahren". Das tut Sternburg in seiner Besprechung auch. Ein Manko der Rezension ist, dass Sternburg den Eindruck vermittelt, als handele es sich hierbei um die erste Elser-Biografie. Inwieweit sich dieses Buch von anderen über Georg Elser, die es ja schon gibt, absetzt oder hervorhebt, sagt Sternburg nicht.