Heike Kühn

Schlangentöchter

Roman
Cover: Schlangentöchter
Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt/Main 2014
ISBN 9783627002046
Broschiert, 382 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Als Hartmut Alles, Pfleger für Reptilien im Frankfurter Zoo, an jenem schicksalhaften Dezembertag des Jahres 1963 erfährt, dass ihm seine Frau statt des erhofften Sohns eine Tochter geboren hat, hält er gerade eine giftige Grubenotter in den Händen, die seine Unaufmerksamkeit nutzt und ihn durch ihren Biss in Lebensgefahr bringt. Zur gleichen Zeit wird seiner Frau Milla im Krankenhaus eröffnet, dass ihr Neugeborenes Tonie mit einem schwarz-rot-goldenen Schlangenschwanz zur Welt gekommen ist. Wer zunächst nur an eine Laune der Natur denkt, wird von Großmutter Elsbeth, der Hüterin des Familiengeheimnisses, eines Besseren belehrt, denn das Mädchen ist nicht die erste "Schlangentochter" in der weiblichen Ahnenreihe dieser besonderen Familie… Heike Kühn entwirft das spannende Panorama eines noch durch den Krieg geprägten Deutschlands der sechziger und siebziger Jahre und erzählt von den Verlusten der Unschuld und vom Trauma einer ganzen Generation.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.04.2014

Was ist das Buch nicht alles für Judith von Sternburg: Unterhaltungs-, Fantasy-, Familien-, Tierroman und noch mehr. Dabei spielt die Geschichte von Heike Kühn im Frankfurt zur Zeit der Startbahn-West-Proteste, also zum guten Teil in einer eher bleiernen Zeit. Dem begegnet die filmgeschulte Autorin laut von Sternburg mit kuriosen Einfällen und großen Bildern, solider Recherche und Ortskenntnis und einem Blick für siedende Untergründe. Dass Frauen in diesem Roman Schlangenschwänze tragen und NS-Zeit, Missbrauch und allerhand weitere schwierige Themen verhandelt werden, ist für die Rezensentin nicht zuletzt deshalb verdaulich, weil Kühn mit Ironie nicht spart.
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