Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2001
Erfreut stellt der Rezensent Clemens Vollnhals fest, dass nun "erstmals eine solide Untersuchung des Reichskirchenministeriums" vorliegt, einer Gründung durch Führererlass 1935. Ermöglicht wurde diese Untersuchung durch den erst seit dem Ende der DDR möglichen Einblick in Akten und Archive. Im Zentrum steht das Personal: Führergünstling (bis zur öffentlichen Desavouierung 1937) Hanns Kerrl als - auf Ausgleich und Integration bedachter - Minister, Hermann Muhs, der "starke Mann im Ministerium", Probst Ernst Szymanowski, später Gestapo-Chef in Oppeln, der Priester Joseph Roth, "von tiefem Hass gegen seine Kirche erfüllt". Goebbels brachte den Widerspruch zwischen Kerrl und seinen - im Ministerium nicht zuletzt geheimpolizeilich weit verbreiteten - Gegnern auf den Punkt: "Er will die Kirche konservieren, wir wollen sie liquidieren."
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