Eine Deutschlandreise in Liedern und Bildern: von Thüringen bis zur Loreley, über den Atlantik an den Nil, aus der Reihenhaussiedlung zurück ins Auenland. Rainald Grebe pflückt Blumen in Marzahn, jagt den Hirsch im Industriegebiet und schaut nach, wo der weiße Riese wohnt. Er streift durch die deutsche Spaßgesellschaft, blickt ihr tief in die Augen und schreibt eine neue Nationalhymne. Lieder voller Skurrilität, Anarchie und Poesie. Zum Mitsingen mit allen Strophen, Noten und Gitarrengriffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.04.2007
Rainald Grebe mag durchaus eine hämisch-bösartige Seite haben, treffsicher und sprachlich elegant sei er dabei aber allemal, betont Rezensent Philipp Wurm die positive Seite einer Leidenschaft fürs Negative. In seinen Songtexten besinge der Liedermacher mit Vorliebe die Verlierer in der Gesellschaft, und diese tauchten bei Grebe besonders gerne mit sprechenden Namen in sprechenden Titeln auf: der "mittelmäßige Klaus" etwa oder der "wortkarge Wolfram". Irritierend sei nun an den Lied-Texten, verrät der Rezensent, dass sie keinesfalls nur hämisch daher kämen, sondern auch eine gewisse "balladeske Zärtlickeit" atmeten. Besonders gefallen haben dem Rezensenten die subtileren Formen von "Entlarvung", wenn der Hörer beziehungsweise Leser selbst seine Schlussfolgerungen aus den Beobachtungen im Lied " Dreißigjährige Pärchen" ziehen müsse. Im Übrigen seien die 50 Grebe-Lieder auch zum Nachsingen geeignet, da den Texten Noten und Gitarrengriffe beigefügt seien. Eine "amüsante" Vorstellung, meint der Rezensent.
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