Hasnain Kazim

Krisenstaat Türkei

Erdoğan und das Ende der Demokratie am Bosporus
Cover: Krisenstaat Türkei
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2017
ISBN 9783421047847
Gebunden, 256 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Vor kurzem noch galt die Türkei als Staat, der West und Ost, Islam und Demokratie vereint, der Vorbild sein kann für die gesamte Region. Heute ist die Türkei ein Krisenstaat, der sich von inneren und äußeren Feinden bedroht sieht und in dem Demokratie und Rechtsstaatlichkeit erheblich unter Druck geraten sind. Rücksichtslos lässt Präsident Recep Tayyip Erdogan Andersgläubige und Andersdenkende verfolgen, immer heftiger provoziert er Konflikte mit Nachbarn und außenpolitischen Partnern, nicht zuletzt mit Deutschland. SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Hasnain Kazim hat miterlebt, wie sich die Türkei in den vergangenen Jahren radikalisierte. Er zeigt, wie explosiv die Situation im Land ist und was das Ende der Demokratie am Bosporus bedeutet - für die Türkei, für die Region und für Europa.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.12.2017

Ingo Arend empfiehlt das Buch des ehemaligen Istanbul-Korrespondenten Hasnain Kazim als kritische Einführung in die Geschichte der Türkei und ihrer aktuellen Politik. Sachlich und differenziert, anschaulich und pointiert, staunt er, schreibt der von Erdogan geschasste Autor über die neuralgischen Punkte der Türkei wie die Gründung der türkischen Republik, Erdogans Aufstieg oder die Kurdenfrage. Die Psychologie der türkischen Gesellschaft bringt er dem Rezensenten nahe und erinnert auch an Fehler im Umgang mit ihr, Stichwort: Integrationspolitik.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.11.2017

Für Luisa Seeling besteht ein Reiz von Hasnain Kazims Buch über die Türkei unter Erdogan darin, dass der Autor eigentlich aus Pakistan stammt und die Türkei ursprünglich als Modellstaat für eine islamische Demokratie sah. Den schrittweisen Niedergang dieser Demokratie verfolgt er in seinem Buch laut Seeling in einer Mischung aus thematisch geordneter Analyse und Reportage. Wie der Autor die Anfeindungen seiner Person nach kritischen Artikeln und seine Beobachterrolle reflektiert, findet Seeling beeindruckend, leicht zu lesen, im Effekt aber "zutiefst pessimistisch", auch da der Autor kaum Lösungsvorschläge anbietet.

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