Die schweigsame Corinna Mühlbauer, Freundin des renommierten Berliner Statikers Kippenberger, bringt nicht nur ihre eigene Beziehung zu Kippenberger ins Wanken, sondern auch die Ehe des befreundeten Zahnarzt-Ehepaars Dahlhaus. Wie macht sie das? Wie kann sie, die meist nur stumm und scheinbar teilnahmslos anwesend ist, die Menschen um sich herum irritieren und in große Ratlosigkeit versetzen? Diese Frau ist präsent, um sich im nächsten Moment in Luft aufzulösen - die Wahrheit liegt im Verschwinden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Martin Ebel lobt die "leise Wortmusik dieser Erzählung" über einen "fast berühmten" Zahnarzt und einen Architekten, der von seiner Freundin verlassen wird und dadurch paradoxerweise neuen Lebensmut schöpft. Ebel gefällt es, wie der Architekt sein Glück im Verschwinden sucht und wie sich der Zahnarzt, beim Versuch es ihm gleich zu tun, eine blutige Nase holt. Am Ende, so scheint es, dringt dann doch der Baulärm des neuen Berlin in Langes leise Prosa.
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