Harro Zimmermann begibt sich auf die Spur einer schillernden Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Er stellt Gentz in allen seinen Facetten vor: den staatsphilosophischen Theoretiker des moderaten Konservatismus, den antifranzösischen Publizisten, den Glücksspieler und Verführer von Theaterschönheiten, den altersmild gewordenen Sekretär Metternichs.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.11.2012
Johannes Willms schildert den Werdegang des Publizisten und Staatsmanns Friedrich Gentz, um sodann Harro Zimmermanns umfassende intellektuelle Biografie des Mannes als Meilenstein der Gentz-Forschung zu preisen. Willms versäumt allerdings auch nicht Zimmermanns Vorgänger zu nennen, aus deren Arbeiten der Autor ausgiebig schöpft. Die enorme Materialschlacht, die der Autor nicht zuletzt mit dem riesigen publizistischen Nachlass Gentzens ausgefochten hat, flößt Willms Respekt ein. Das so enstandene Buch, meint er, ersetzt nicht Golo Manns Monografie, stellt sich aber selbstbewusst an dessen Seite, und zwar indem sie nicht den Dandy Gentz in den Blick nimmt, doch umso mehr dessen politische Anschauungen, besonders die antirevolutionären.
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