David King

Wien 1814

Von Kaisern, Königen und dem Kongress, der Europa neu erfand

Klappentext

Aus dem Amerikanischen Helmut Dierlamm, Hans Freundl und Norbert Juraschitz. Napoleon hat abgedankt, das von ihm dominierte Europa muss sich neu aufstellen - doch wie? In Wien versammelt sich der bis dahin größte Kongress der Geschichte und verhandelt über die Zukunft des Kontinentes. Königreiche und Fürstentümer werden vergrößert, verkleinert oder abgeschafft, die Landkarte Europas neu gezeichnet. Bis heute leben wir in einem Europa, das sich auf den Wiener Kongress bezieht. Doch natürlich wird nicht nur verhandelt. King erzählt von den zahllosen Liebschaften und Amouren, die den gekrönten und ungekrönten Teilnehmern oft wichtiger waren, schreibt von den großartigen Bällen und den festlichen Einladungen, bei denen viel mehr Politik gemacht wird als in den trockenen Besprechungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.01.2015

Zum Auftakt des Gedenkjahres 2015 nimmt Harro Zimmermann die einschlägigen Erscheinungen zum Wiener Kongress in den Blick. Ausführlich referiert der Rezensent die geschichtlichen Hintergründe und Folgen der Neuordnung Europas, wobei er auf die einzelnen Bücher eher am Rande eingeht. Im Gegensatz zu den eher analytischen Studien von Eberhard Straub und Adam Zamoyski sieht Zimmermann in David King und Thierry Lentz eher "Geschichtserzähler", deren Schilderungen an den handelnden Personen als an trockenen historischen Fakten ausgerichtet ist - im Fall des Wiener Kongresses ein durchaus fruchtbarer Zugang, findet der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2014

Thomas Speckmann räumt gleich einen ganzen Stapel Bücher von seinem Schreibtisch, der sich mit dem aufziehenden Gedenken zweihundert Jahre nach dem Wiener Kongress vor ihm aufgetürmt hatte. In David Kings Buch "Wien 1815" liest er nach, wie Großbritannien sich in der Folge des Wiener Kongresses als Supermacht etablieren konnte, indem es die Kräfte des Kontinents geschickt neutralisierte. Interessant erscheint ihm auch Kings Interpretation der amerikanischen Politik, die ihre Monroe Doktrin - also die Nichteinmischung der europäischen Kolonialmächte in Süd- und Mittelamerika - nur mit Unterstützung Großbritanniens habe durchsetzen können.
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