Hans-Ulrich Thamer

Die Völkerschlacht bei Leipzig

Europas Kampf gegen Napoleon
Cover: Die Völkerschlacht bei Leipzig
C. H. Beck Verlag, München 2013
ISBN 9783406646102
Kartoniert, 126 Seiten, 8,95 EUR

Klappentext

An der Völkerschlacht bei Leipzig, die vom 16. bis zum 19. Oktober 1813 tobte, waren mehr als eine halbe Million Soldaten beteiligt. Es war die bis dahin größte Schlacht, die jemals in der Geschichte geschlagen wurde. In Deutschland markiert sie den politisch-militärischen Wendepunkt im Kampf gegen den Eroberer Napoleon. Welche Nationen an der Schlacht beteiligt waren, wie sie verlief, mit welchem Grauen sie einherging, welche Konsequenzen sie nach sich zog und wie sie schon bald zum Mythos und schließlich zum Bestandteil der Erinnerungspolitik wurde, wird in diesem Buch erzählt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.10.2013

Das Buch des Historikers Hans-Ulrich Thamer über die Leipziger Völkerschlacht besticht laut Cord Aschenbrenner weniger durch ein lebendiges Schlachtenpanorama, als durch die konzise Darstellung auch der komplexen Vor- und Nachgeschichte der Schlacht. Für den Rezensenten eröffnet sich so das Bild einer Auseinandersetzung in Folge der Französischen Revolution und der Machtkonzentration in der Person Napoleons. Ferner geht Aschenbrenner auf, wie eng die deutsche Nationswerdung mit der Erinnerung an die Völkerschlacht verbunden ist. Thamers Schreibe findet der Rezensent gelehrt, doch elegant und lesbar.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2013

Was laut Rezensent Andreas Kilb mit dem Gestus eines Standardwerks daherkommt, indem es den weiten Bogen vom Aufstieg Napoleons bis zur Schlacht schlägt, kommt unterwegs ganz schön ins Schleudern, wie er bemängelt, etwa bei der Frage, wer, wann, wo über die Franzosen gesiegt hat, oder wie genau Napoleons Kolonnentaktik funktionierte. Dass Kilb den Band trotz solcher Schnitzer dennoch lesenswert findet, liegt an Hans-Ulrich Thamers Betrachtungen zu Leipzig als Erinnerungsort, ebenfalls im Band und für Kilb in der Art, wie sie unterschiedliche Perspektiven auf die Völkerschlacht kurz nach dem Ereignis versammeln, sogar vorbildlich.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.09.2013

Was der Historiker Hans-Ulrich Thamer in seinem Buch über die Völkerschlacht bei Leipzig und ihren politischen Kontext herausarbeitet, überzeugt Stephan Speicher einmal mehr von der Güte der Reihe Beck Wissen auf historischem Gebiet. Das Buch besticht laut Speicher durch Konzentration sowie Anschaulichkeit, etwa durch kluge ausgewählte Zitate. Den Untergang Napoleons und die historische Bedeutung der Schlacht vermag der Autor Speicher nachvollziehbar zu machen. Und nicht zuletzt stellt Thamer die laut Speicher zentrale Frage: Volkskrieg oder Kabinettskrieg? Dass der Autor keine eindeutige Antwort parat hat, liegt laut Rezensent freilich in der Sache selbst.
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