Hans Küng

Sieben Päpste

Wie ich sie erlebt habe
Cover: Sieben Päpste
Piper Verlag, München 2015
ISBN 9783492056878
Gebunden, 384 Seiten, 24 EUR

Klappentext

Sein Leben lang hat Hans Küng der katholischen Kirche gedient (allerdings nicht immer zur Freude der Kirchenoberhäupter): als weltweit geachteter Theologe, als Priester und viel gelesener Autor. In dieser ganzen Zeit begegneten ihm eine Reihe von Päpsten.Nun blickt er zurück und schreibt über 'seine' sieben Päpste, die er selbst erlebt und begleitet hat: Der heftig umstrittene Pius XII. und der große Kirchenreformer Johannes XXIII., der 'Pillenfeind' Paul VI., der 33-Tage-Papst Johannes Paul I., der 'Wunderpapst' Johannes Paul II., vor allem aber Benedikt XVI., der schon als Kardinal zu Küngs ärgsten Widersachern zählte, und der amtierende Papst Franziskus, der für die große Hoffnung auf eine Erneuerung der katholischen Kirche steht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.10.2015

Küng und die Päpste - darüber erfährt Matthias Drobinski im neuen Buch von Hans Küng noch einmal alles Wissenswerte. Wie der junge Theologe Küng einst hoffnungsvoll anfing und dann doch immer wieder bitter enttäuscht wurde, vom Konzil von Johannes XXIII etwa oder von Johannes Paul II. Die Auseinandersetzungen mit diesen Päpsten, wie auch mit Joseph Ratzinger, nehmen laut Drobinski im Buch viel Platz ein. Ein Grund, weshalb der Rezensent es nicht kirchenhistorisch nennen möchte, sondern eine subjektive Erzählung, eine Rückschau des 87-jährigen Küng, der darin seine Hoffnungen und Sorgen "seine" Kirche betreffend darlegt, meist analytisch und manchmal etwas zu redundant und besserwisserisch, wie Drobinski findet.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2015

Papst-Bücher gebe es viele, schreibt Bernhard Lang zu Beginn seiner Besprechung, darunter viele "moderne populäre Heiligenbiografien". Von Hans Küngs Konzept zeigt sich der Rezensent indes sogleich überzeugt. Der Schweizer Theologe und Kirchenkritiker wage einen ungleich persönlicheren Blick auf die sieben Päpste, die er selbst erlebt hat - von Pius XII. bis zum amtierenden Franziskus. Im Zentrum des Buches stünden dabei zwei sehr gegensätzliche Kirchenoberhäupter, schreibt Lang, nämlich Paul VI. und Johannes Paul II. Er selbst skizziert die Porträts nach und erklärt, warum Küng mit Ersterem ein vertrauensvolles, mit Letzterem ein äußerst schwieriges Verhältnis verband. Erfreut zeigt sich Bernhard Lang vom wiedererweckten Kampfgeist Küngs, der ihm keineswegs altersmilde erscheint, sondern vielmehr zurückgekehrt sei ins Gefecht um die Reformierung der katholischen Kirche.

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