2 CDs mit 140 Minuten Laufzeit. Gesprochen von Gunter Schoß, Gudrun Ritter, Hans-Peter Minetti u. a.. Anna und Otto Quangel haben sich nie für Politik interessiert. Als ihr Sohn an der Front fällt, ändert sich ihre Haltung. In ihrer Verzweiflung entschließen sie sich, aktiv Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten. Auch wenn ihr Sohn dadurch nicht wieder lebendig wird, wollen sie andere vor dem gleichen Schicksal bewahren. Unermüdlich bedrucken sie Postkarten mit Hitler-feindlichen Botschaften und verteilen sie in der ganzen Stadt. Was können sie erreichen, ehe die Gestapo sie zu fassen kriegt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2011
Als "handwerklich gut gemacht" lobt Rezensentin Felicitas von Lovenberg das nun zu Hans Falladas Weltbestseller "Jeder stirbt für sich allein" erschienene Hörspiel. Da die 866 Seiten des Romans hier auf die Laufzeit von zwei CDs gekürzt seien, habe man sich auf das Wesentliche beschränken müssen. So tritt hier neben dem von Günter Naumann und Gudrun Ritter gesprochenen Ehepaar Quangel nur die Handlung um Kommissar Escherich, gesprochen von Hans-Peter Minetti, in den Vordergrund. Auch wenn das Hörspiel aufwendig inszeniert ist, bedauert Lovenberg, dass der herausragende letzte Teil des Romans - der Prozess gegen die Quangels - zu kurz komme. Zudem müsse das Hörspiel neben der gleichzeitig erschienenen, "großartigen" Lesung von Ulrich Noethen zwangsläufig verblassen, so die Kritikerin.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2011
Ein "dramatisches Schwergewicht" erkennt Jens Bisky in der Stimme von Gunter Schloß. Dem Erzähler der Hörspielfassung von Hans Falladas "Jeder stirbt für sich allein" gelingt es dabei nicht nur zu erzählen, sondern auch zu dramatisieren - den einzelnen Figuren und Schauplätzen exemplarische Wirkung zu verleihen. Enttäuscht ist Bisky von Henry Hübchen, der ihm nicht skrupellos, brutal und gierig genug klingt. Überzeugend findet Bisky jedoch Gudrun Ritters, in deren Stimme er die ganze Unbeugsamkeit einer Berliner Hausfrau spürt, die um ihren gefallenen Sohn trauert.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…