In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg standen alle europäischen Staaten vor der Herausforderung, ihre politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse von Grund auf neu zu ordnen. Hans-Christof Kraus beschreibt präzise und anschaulich das Ringen der Politiker jener Zeit um ein geordnetes Miteinander vor dem Hintergrund eines gerade zu Ende gegangenen Krieges, der fast neun Millionen Todesopfer gefordert hatte. Die Bände der Reihe Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert vermitteln verständlich, kompakt und anschaulich den neuesten Stand der historischen Forschung. Mit vielen Abbildungen und Literaturempfehlungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2013
Ganz glücklich scheint Gottfried Niedhart nicht zu sein mit dieser Gesamtdarstellung zur Weimarer Außenpolitik von Hans-Christof Kraus. Den Fokus auf die Defizite des Friedensschlusses von Versailles zu legen, findet der Rezensent zwar legitim. Versailles als stärkste Ursache für den Nationalsozialismus darzustellen, wie es der Autor unternimmt, findet Niedhart allerdings kaum überzeugend. Ebensowenig scheint ihm Kraus der Rolle Stresemanns gerecht zu werden, dem er eine republikanische Außenpolitik nicht zubilligt, wie Niedhart schreibt.
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