Eingeordnet in die Wirtschaftspolitik der SED legt der Autor eine ausführliche Gesamtdarstellung der Wohnungspolitik der SBZ/DDR vor. Gestützt auf umfangreiches Zahlenmaterial und grundlegende archivalische Quellenstudien analysiert er die wohnungspolitischen Aktivitäten der SBZ/DDR. Die Untersuchung belegt, dass es bis zum Untergang der DDR ihr nicht gelungen ist, eine zufrieden stellende Wohnraumversorgung zu erreichen, den Verfall von Hunderttausenden von vielfach kulturhistorisch wertvollen Altbauwohnhäusern zu stoppen und die Wohnungsfrage als soziales Kernproblem zu lösen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2004
Keineswegs überzeugt zeigt sich Dierk Hoffmann von Hannsjörg F. Bucks Studie, die einen Gesamtüberblick über die DDR-Wohnungspolitik von 1945 bis 1989 bietet. Hoffmann kann sich bei Bucks Beschreibungen der DDR-Wohnungspolitik nicht des Eindrucks erwehren, dass das Interesse des Autors vor allem darin besteht, "die DDR-Sozialpolitik fast gebetsmühlenartig zu delegitimieren". Was Hoffman ziemlich ermüdend findet. Zumal auch der umfangreiche Dokumenten- und Tabellenanhang kaum Neues bietet, da Buck umfangreichen Aktenbestände der SED und des DDR-Regierungsapparates für seine Studie kaum genutzt habe. Hoffmann hält fest, dass für Buck das Ergebnis der Studie, dass es den politisch Verantwortlichen zu keinem Zeitpunkt gelungen sei, die selbstgesteckten Ziele zu verwirklichen, von vornherein feststeht. Wichtige Fragen bleiben zum Bedauern des Rezensenten ungestellt. Allgemein beklagt er, dass Buck nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung ist, sondern primär den Kenntnisstand der siebziger Jahre wiedergibt.
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