Hannes Lachmann

Die 'Ungarische Revolution' und der 'Prager Frühling'

Eine Verflechtungsgeschichte zweier Reformbewegungen zwischen 1956 und 1968
Cover: Die 'Ungarische Revolution' und der 'Prager Frühling'
Klartext Verlag, Essen 2017
ISBN 9783837512106
Kartoniert, 572 Seiten, 49,95 EUR

Klappentext

Der Ungarnaufstand von 1956 und der Prager Frühling von 1968 gelten als umfassend erforscht, allerdings vor allem aus nationalhistorischer und großmachtbezogener Perspektive. Eine systematische und multiperspektivische Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den zwei Reformbewegungen stand dagegen noch aus. Diese verflechtungsgeschichtliche Studie will diese Lücke schließen: Sie löst die Reformversuche aus ihrem nationalen und großmachtpolitischen Kontext und erweitert die bisherige Sichtweise auf die Krisen des Sozialismus. Gleichzeitig komparativ und transferanalytisch verknüpft sie die beiden prominenten Reformversuche und legt transnationale und sozialgeschichtliche Einflussfaktoren offen. Diese liefern neue Erkenntnisse darüber, wie staatssozialistische Herrschaftssysteme ins Wanken geraten oder auch relativ stabil bleiben konnten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2018

Jörg Baberowski lernt von Hannes Lachmanns Studie, dass die kommunistische Herrschaft in Ungarn und der Tschechoslowakei nicht allein Moskau gehorchte, sondern historischen Zwängen. Der Rezensent erkennt auch, dass politische Ordnung nicht nur von Freiheitsversprechen abhängt. Wie wichtig die Sicherheit der Bürger etwa in diesem Zusammenhang ist, vermag ihm der Autor mit echter transnationaler Geschichtsschreibung überzeugend zu vermitteln.