Das Herausgegeben von der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien. Das Handbuch verzeichnet ca. 8.000 Kurzbiografien von Autorinnen und Autoren, die seit dem 18. Jahrhundert das Geistesleben Österreichs prägten. Nicht nur Schriftstellerinnen und Schriftsteller im engeren Sinne, auch Persönlichkeiten aus Journalismus, Wissenschaft und Kultur, von der Musik bis zum Film, sind hier vertreten. Als österreichisch gelten in diesem Handbuch all jene Frauen und Männer, die innerhalb der jeweiligen historischen österreichischen Grenzen geboren wurden, hier länger als 10 Jahre lebten oder die österreichische Staatsbürgerschaft innehatten. Vertreten sind die bekannten Namen, die man auch in anderen Lexika finden kann, etwa Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Karl Kraus, Sigmund Freud, Lise Meitner, Gustav Mahler oder Billy Wilder. Besonderer Wert wurde jedoch auf diejenigen gelegt, die in Gefahr sind, in Vergessenheit zu geraten, weil sie nur wenige Werke veröffentlicht hatten, bevor ihre Karriere gewaltsam beendet wurde.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.12.2002
"Ein Kompendium der Genauigkeit" nennt Rezensent Paul Jandl das dreibändige "Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft", das auf 1818 Seiten 9 000 Biografien beinhaltet. Hier werde der Begriff "Autor" weit gefasst, somit seien auch Journalisten, Wissenschaftler und Verleger mit aufgenommen. Der Leser finde hier neben bekannten Namen auch viele, die bereits vergessen oder nur einem kleinen Publikum bekannt sind, erläutert Jandl. Auch seien Einzelschicksal und kollektive Erfahrung in diesem Werk eng miteinander verknüpft, führt er aus, und auch wenn ihm in diesem gewaltigen Projekt die ein oder andere Ungenauigkeit aufgefallen ist, stellt er es insgesamt als interessante und reichhaltige Informationsquelle für den an diesem Thema interessierten Leser vor.
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