Claassen Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783546101073 Gebunden, 336 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Jan Schönherr. Amos und Emerson kennen sich seit mehr als dreißig Jahren. Trotz ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft haben sie es beide zu einigem Wohlstand gebracht und führen ein Leben, wie sie es sich einst gewünscht haben: Ihre Ehefrauen sind eng befreundet, ihre jugendlichen Töchter zusammen aufgewachsen, ihre Tage strahlen die behagliche Lässigkeit eines New Yorker Großstadtlebens aus. Ihre Freundschaft kann nichts erschüttern - das glauben sie zumindest. An diesem Wochenende in Emersons Landhaus jedoch spürt jeder: etwas ist anders. Emerson wird 52, und das soll gefeiert werden. Plötzlich werden jahrzehntealte Rivalitäten und Animositäten wieder spürbar, die in einem schockierenden Akt der Gewalt gipfeln - einer Tat, die die sorgfältig aufgebaute Welt der befreundeten Familien zu zerstören droht. Und nun steht jeder von ihnen vor der Frage: was und wen er am meisten schützen will.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.07.2026
Rezensent Rainer Moritz ist begeistert von diesem Roman. Ja, es ist mal wieder ein amerikanischer Familienroman, aber wie Autor Hal Ebbott die Geschichte zweier eng befreundeter Familien erzählt, findet Moritz äußerst gelungen, so spannend und zugleich psychologisch nuanciert erzählt Ebbott. Es geht im Kern um die Frage, wieviel die Angehörigen beider Familien wirklich verbindet. Bei einer Geburtstagsfeier zeigen sich erste "Haarrisse" im Beziehungsgeflecht, die sich weiten, als sich einer der Väter einen sexuellen Übergriff an der Tochter des anderen erlaubt. Abbott seziert das Seelenleben seiner Figuren, prüft, wer wem glaubt und warum, in "präzisem Ton". Und er kann Moritz vermitteln, wie schwierig es in einer solchen Situation sein kann, zwischen Ignorieren und totalem Bruch abzuwägen.
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