Zwischen Helikopter-Anflügen und der anarchischen Lust, ganz anders als andere Eltern sein zu wollen, fügt sich Vater Schumacher in die Rolle des gutgelaunten Dienstleisters, der zuverlässig für Technikspielzeug und Männerwissen, ökonomisches Auskommen und Emotionen sorgt.
Herrlich durchgeknallt und brutal ehrlich skizziert Hajo Schumacher das tägliche Glücksdrama zwischen Dürfen, Können und Müssen, ob es um Lego oder Computerspiele geht, um Basecaps oder Weihnachtswahn, Allergien, Elternabende oder Schwimmwettkämpfe. Fazit: Erziehung ist keine Einbahnstraße. Irgendwann kommt alles zurück.
Selten hat Rezensentin Ursula März so gelacht wie mit dieser aus Hajo Schumachers Kolumnen hervorgegangen Anekdotensammlung, bekennt sie. Schlagfertig und "flapsig" erzählt ihr der Publizist und Politologe vom alltäglichen Familienwahnsinn eines latent überforderten "postpatriarchalen" Vaters, sinniert über Erziehung, Iphone-Regeln und elterliche Geldzuwendungen und verzichtet dankenswerterweise auf Ratschläge, lobt die Kritikerin. Wie der Autor in seinen sorgfältig konstruierten Versuchsanordnungen auch immer einen Funken Ernst durchblicken lässt, hat März gefallen.
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