Gustav Kempf

Chinas Außenpolitik.

Wege einer widerwilligen Weltmacht
Cover: Chinas Außenpolitik.
Oldenbourg Verlag, München 2002
ISBN 9783486258875
Gebunden, 320 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Kempf analysierte seine vielen Einzelgespräche mit Vertretern Chinas aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, um ein insgesamt abgerundetetes, jenseits der offiziellen Parolen stehendes Bild der Außen- und Sicherheitspolitik Chinas zu erstellen und daraus Schlüsse für zukünftige Entwicklungen zu ziehen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.04.2003

Warum hält sich China als ständiges Mitglied im Weltsicherheitsrat mit einer Kritik der US-Regierung so sehr zurück, fragt Sven Hansen und verweist auf eine mögliche Antwort bei Gustav Kempf. Kempf sei ein Pseudonym für den deutschen Diplomaten und Asienexperten Volker Stanzel, verrät Hansen, der auf diese Weise sein Manuskript nicht vom Auswärtigen Amt hätte genehmigen lassen müssen. Vorsichtshalber habe er außerdem eine Form für sein Thema gewählt, die ihm wenig anhaben kann: Anstelle einer eigenen Analyse lässt er Fachleute, Journalisten, Kollegen diskutieren. Das Konzept geht auf, freut sich Hansen, da sich ohnehin keine sicheren Voraussagen treffen ließen. Kempfs Fazit, das Hansen wiedergibt: China tut sich schwer mit der internationalen Einbindung; es ist zwar modernisierungs- aber nicht globalisierungsbereit; es verficht ein Konzept der Multipolarität (nicht zu verwechseln mit Multilateralität); es hat mit Nordkorea einen Konflikt, für den es noch keine geeignete politische Lösung gefunden hat. Wer sich über Chinas Außenpolitik informieren will, der ist mit diesem Buch gut bedient, lobt der Rezensent.
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