So unstrittig die gewaltigen Vorteile und Wohlstandsgewinne sind, welche uns die zunehmende Verflechtung der Weltwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten beschert hat, so töricht wäre es zu leugnen, daß der weltweite Handel auch negative Seiten besitzt - und die Gemüter spaltet, Ängste schürt und sich als Projektionsfläche für allerlei Befürchtungen anbietet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.08.2001
Stefan Müller und Martin Kornmeier haben sich mit den guten und schlechten Seiten der Globalisierung auseinandergesetzt und sind zu dem Schluss gekommen, dass diese jenseits aller Polemisierungen Chancen für eine gerechtere Verteilung der Güter und des Wissens in sich birgt, berichtet Indira Gurbaxani. Bis Seite 24, bemängelt die Rezensentin, erhält der Leser aber statt einer Aufklärung lediglich einen Grundkurs zur Industrialisierung und Informationen darüber, was ein Global Player ist. Trotz dieser Kritik ist Gurbaxani aber von dem Ansatz der Autoren, Globalisierung im Spannungsfeld zwischen Freihandel und Protektionismus zu analysieren, angetan. Sie hat dem Buch viele Informationen über die Welthandelsentwicklung, die "Multis", die zuständigen Organisationen wie IWF und Weltbank, über Korruption und Wirtschaftspionage entnommen und empfiehlt die Lektüre Politikern, Unternehmern und allen denjenigen, die Angst vor der Globalisierung haben. Ökonomen allerdings werden hier, so die Rezensentin, außer einigen Statistiken nicht viel Neues erfahren.
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