Gustav Ernst

Beste Beziehungen

Roman
Cover: Beste Beziehungen
Haymon Verlag, Wien 2011
ISBN 9783852186771
Gebunden, 211 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Lisa und Franz haben zwei nette kleine Kinder und arbeiten auf das gemeinsame Haus hin, deshalb soll Franz sich gefälligst um seine Beförderung bemühen, wie Lisa findet; Jack ist Büroleiter des Wirtschaftsministers und mitten im Wahlkampf, sieht seine Frau selten und seine Affäre gelegentlich; dass Hanno mit Exfrau Sabine und seiner neuen Freundin unter einem Dach wohnt, findet er in Ordnung, aber nur er; und Stöger, der pflichtbewusste Deutschlehrer, will seiner Nichte Pia eigentlich nur Nachhilfe geben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2011

Starker Tobak, was Daniela Strigl da lesen musste. Der Autor lässt kein gutes Haar an der Beziehung zwischen Frauen und Männern, keinen Zweifel an der Gewaltbereitschaft und den Perversionen von Akademikern, Politikern und Proleten und ganz allgemein an der Ausschließlichkeit und Hoffnungslosigkeit unserer Prädisposition fürs Gemeine. Strigl steckt den Hardcore-Realismus nur weg, indem sie die Präzision und den Witz von Gustav Ernsts Geschichten auf sich wirken lässt und sich eine hehre Absicht vorstellt: Aufklärung. Allerdings entgeht Strigl auch nicht, wenn es Ernst mit der harten Tour manchmal zu weit treibt und in die Geschmacklosigkeit abdriftet. Dann, meint sie, scheitert der Autor - ästhetisch wie ethisch.
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