Gustav Adolf Platz

Die Baukunst der neuesten Zeit

2. Auflage. Architectura Universalis
Cover: Die Baukunst der neuesten Zeit
Gebr. Mann Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783786123040
Gebunden, 254 Seiten, 177,93 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Ulrich Conrads und Helmut Geisert. 74 Abbildungen, 382 Tagelsn mit 564 Abbildungen. 20 Duplex- und 8 Farbtafeln. Als bemerkenswerter zeitnaher Ergänzungsband zur renommierten "Propyläen-Kunstgeschichte" war der Band "Die Baukunst der neuesten Zeit" (1927) von Gustav Adolf Platz die erste architekturgeschichtliche Gesamtdarstellung zur Moderne in Deutschland. In seiner zweiten Auflage von 1930 wurde das Buch noch um die jüngsten Beispiele des "Neuen Bauens" und die Architektur des Auslandes erweitert. Der jetzt erschienene Nachdruck macht dieses Standardwerk in authentischer Buchausstattung wieder zugänglich, einschließlich des unübertroffen reichhaltigen Abbildungsmaterials.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2000

In einer Doppelrezension bespricht Christian Welzbacher zwei Bücher von dem Architekten Gustav Adolf Platz bzw. über sein Werk.
1.) Gustav Adolf Platz: "Die Baukunst der neuesten Zeit" (Gebr. Mann Verlag)
Welzbacher verweist zunächst auf die sich ständig einander ablösenden Architekturtheorien, den lebendigen "Prozess von Denken und Gegendenken" hin, zu dem er in der Wiederveröffentlichung dieses Bandes einen Beitrag des Verlages sieht. Was das vorliegende Buch betrifft, so fällt dem Rezensenten auf, dass es sich in mancher Hinsicht von den "Kampfschriften" Platz` damaliger Kollegen unterscheidet. "Ganz in der Tradition des positivistischen neunzehnten Jahrhunderts" sind die Gedanken des Autors angesiedelt, bemerkt Welzbacher. Doch gleichzeitig zeige Platz sich vom zeitgenössischen Wohnungsbau begeistert. Gut gefällt dem Rezensenten, dass Platz in der Lage ist, mit nur wenigen Worten bestimmte Bauten zu "skizzieren" und ihre Bedeutung und Funktion (auch in ästhetischer Hinsicht) zu beschreiben. Enttäuscht zeigt sich Welzbacher jedoch darüber, dass der Autor wichtige architektonische Strömungen und ihre Vertreter weitenteils ignoriert und seine eigene Sicht als die "allein seligmachende teleologische Hauptstraße" erscheinen lässt. Davon abgesehen hätte der Rezensent es begrüßt, wenn bei diesem nicht gerade preiswerten Band die im "Original eingeklebten Farbtafeln" nicht einfach nur nachgedruckt worden wären.
2.) Roland Jaeger: "Gustav Adolf Platz und sein Beitrag zur Architekturhistoriographie der Moderne" (Gebr. Mann Verlag)
Nur kurz geht der Rezensent auf diesen Band ein, den er allerdings für "gleichermaßen aufschlussreich wie mustergültig" hält, ohne dies im Detail zu begründen. Immerhin erfährt der Leser, dass in Jaegers Buch deutlich wird, wie sehr Platz durchaus "ein Sympathisant der Moderne" war.