Gunter Just (Hg.)

Bauplatz Dresden

1990 bis heute
Michael Sandstein Verlag, Dresden 2004
ISBN 9783930382866
Kartoniert, 136 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Dresden wurde nach der Wiedervereinigung zum großen Bauplatz. Dieses Buch erzählt von dem Bemühen um eine neue stadträumliche Fassung in Harmonie mit der eindrucksvollen landschaftlichen Einbettung. Der Bildband versucht, eine erste Bilanz der elementaren Wandlung des Stadtbildes nach 1990 zu ziehen. Eingeleitet durch zwei Grundsatzartikel und geordnet in fünf Kapitel werden wesentliche Beispiele des Bauens fotografisch vorgestellt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.05.2004

In einer Spannung zwischen Alt und Neu bewege sich das Baugeschehen, das in Dresden nach der Wiedervereinigung einen Aufschwung genommen hat, "dem nur der Bauboom Berlins vergleichbar ist", berichtet Rezensent Peter Bäumler. Dieser Sammelband nun, der vom ehemaligen (1991-2001) Baubürgermeister Dresdens, Gunter Just, herausgegeben wurde, verdankt sich, erfährt man, nicht zuletzt der "nahezu körperlich spürbarer Sorge", mit der dieser, wie er im Buch bekennt, den inzwischen eingetretenen Knick beobachte: das Abebben der anfangs stürmisch flutenden Investitionen, die bisweilen lähmenden Debatten um prominente Standorte und deren künftige Gestalt. Die Beiträge in diesem Band versuchen, wie Bäumler erläutert, vor allem Wege zwischen den zwei Extremen zu weisen, in die die Stadtbaupolitik in Dresden immer wieder zu verfallen droht. Demnach sei Dresden einerseits, so Just, "vom periodisch auftretenden Rekonstruktionsfieber" zu heilen, das 1989 ausbrach, "als viele davon träumten, sie würden endlich ihr Elbflorenz wiederbekommen, das 1945 verbrannte." Und zum anderen sei es zu schützen vor den Versuchungen einer schnellen Planung, die nur vordergründig und unter rein kommerziellen Gesichtspunkten die Wunden der Stadt heilen würde.
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