Birgit Roth (Hg.)

Plätze in Deutschland

1950 und heute
Cover: Plätze in Deutschland
DOM Publishers, Berlin 2016
ISBN 9783869224794
Gebunden, 180 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Mit 60 Abbildungen. Der öffentliche Raum ist nicht nur ein Fachthema von Architekten und Stadtplanern. Er ist Teil des gesellschaftlichen Lebens und damit eine zutiefst öffentliche Frage. Fotografien aus den Fünfzigerjahren offenbaren, dass die Straßen und Plätze vergangener Zeiten nicht selten nach dem Zweiten Weltkrieg noch unversehrt waren. Heute aber erkennt man viele dieser Plätze kaum wieder. Um diese radikalen Veränderungen sichtbar zu machen, stellt der vorliegende, auf einer Ausstellung basierende Band Fotografien der Nachkriegszeit neueren Aufnahmen vom gleichen Standort gegenüber. Die Veränderungen liegen allein im planerischen Handeln von Stadtplanern, Architekten und Politikern begründet. Anhand von 27 Bildpaaren öffentlicher Plätze in deutschen Städten und mit begleitenden Expertenbeiträgen macht dieser Titel auf die Fehlplanungen und Versäumnisse in der Gestaltung des Stadtraums aufmerksam­.
Band 6 der Reihe "Bücher zur Stadtbaukunst", herausgegeben von Christoph Mäckler und Wolfgang Sonne, Deutsches Institut für Stadtbaukunst. Das Deutsche Institut für Stadtbaukunst, angesiedelt an der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund, widmet sich der Erforschung und Lehre der Kunst des Städtebaus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.05.2016

Rezensent Hannes Hintermeier ist schockiert, auch wenn ihm nicht neu ist, wie unsere Städte unter der Stadtplanung der Nachkriegszeit gelitten haben. Im direkten erklärungslosen Bild-Vergleich zwischen 1950 und heute, wie ihn der Ausstellungskatalog von Christoph Mäckler und Birgit Roth ermöglicht, wird die Misere für den Rezensenten allerdings schlagend. Was ist nur aus dem Stuttgarter Charlottenplatz geworden, was aus dem Bremer Bahnhofsplatz, was aus Oldenburg und was aus dem Alex? Von den Herausgebern lernt Hintermeier, wie die Ideologen der Achtundsechziger in diese Fehlplanungen involviert waren und sind, und hofft, dass Ausstellung und Katalog zu einer Neuorientierung des Städtebaus anregen, auch wenn die Herausgeber über mögliche Korrekturen schweigen.
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