Aus dem Schwedischen von Maike Dörris. Betty liebt Morris und Morris liebt Betty. So einfach könnte es sein, und so einfach ist es am Anfang auch. Wenn die beiden zusammen sind, gibt es nichts anderes auf der Welt. Ihre Liebesgeschichte ist einzigartig einfach deshalb, weil sie selbst sie erleben. Doch als die Monate vergehen, geschieht etwas mit der Liebe. Kann es sein, dass so ein großes Gefühl einfach verschwindet?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.08.2008
Die "Gefühlsexplosion", mit der die Geschichte beginnt, reißt die Rezensentin Christina Hoffmann mit. Momentaufnahmen der ersten Liebe wie mit dem Handy fotografiert. So beschreibt Hoffmann ihren Lektüreeindruck. Den verschiedenen "Aggregatzuständen" der Liebe, vom Verlieben bis zum Entlieben, folgt sie entlang der Kapiteleinteilung und von Seite zu Seite, die der Debütant Gunnar Ardelius mit je nur einem Fetzen der Lovestory zwischen Betty und Morris füllt. Ardelius' Feinfühligkeit und Ernsthaftigkeit beim Umgang mit seinem Thema stehen für Hoffmann außer Frage. Derart, dass sie sich sogar als Erwachsene davon angesprochen fühlt. Bis zu dem Punkt, wo es darum ginge, nach Ursachen zu fragen für das Erlöschen der Liebe. Hier scheitere der Autor, weil er bloß Klischees bemühe. So aber ist das Leben nicht und die Liebe auch nicht, meint Hoffmann.
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