Mister History blickt zurück: Guido Knopp verknüpft autobiografische Stationen und persönliche Erlebnisse mit zentralen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen sechs Jahrzehnte. Er erinnert sich an Begegnungen mit bedeutenden historischen Persönlichkeiten genauso wie mit unbekannten Zeitzeugen. Immer vor dem Hintergrund seines Lebensthemas, der deutschen Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2017
Präzision scheint Guido Knopps Sache auch in seiner eigenen "Geschichte" nicht zu sein, glaubt Rezensent Philipp Felsch. Dass der ZDF-Historiker seine Erfolgsgeschichte vom FAZ-Jungredakteur zum Quotenkönig und Bestsellerautor auf "verdammt viel Glück" herunterbricht, will ihm der Kritiker gar nicht mal ankreiden. Wenn Knopp allerdings behauptet, seine Fernsehformate hätten dem veränderten bundesrepublikanischen Geschichtsbewusstsein der Ära Kohl erst die "dokumentarische Grundlage" geliefert, kann der Rezensent nur mit dem Kopf schütteln. Knopps Hang zu "Gemeinplätzen" und zur Fiktion macht auch vor seiner Autobiografie nicht halt, schließt der Kritiker, der sich einige Passagen unweigerlich mit Kunstnebel untermalt vorstellt.
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