Mit 8 Seiten Fototeil. Mit Beiträgen von Lisa Carstensen, Lothar Degen, Enrique Gomez Delgado, Cornelia Heydenreich, John Holloway, Wolfgang Müller, Beatrix Sassermann, Jürgen Scharna, Oliver Lerone Schultz, Paul Sinter und Jesus Torres Nuno. Drei Jahre lang streikten mexikanische Arbeiter des Reifenwerks Euzkadi in El Salto bei Guadalajara (Jalisco, Mexiko) gegen die Werkschließung durch die deutsche Continental AG. Während die Konzernführung in Hannover den Protest zunächst ignorierte, organisierten die Arbeiter eine der wichtigsten gewerkschaftlichen Bewegungen der letzten Jahre. Mit Erfolg, denn in dem Werk rollen seit 2005 wieder Reifen vom Band. Der Betrieb wird inzwischen als Kooperative geführt und die Produktion in Selbstverwaltung organisiert. Das Buch analysiert den Arbeitskampf und dokumentiert in Interviews, Berichten und Hintergrundartikeln die Mischung aus Widerstand, öffentlichem Druck und Verhandlung, die zum Erfolg geführt hat. Es geht auf die Bedeutung des Kampfes der Frauen und Familien der Beschäftigten ein sowie auf die Schwierigkeiten und Möglichkeiten der neu gegründeten Kooperative. Da die Internationalisierung des Konflikts für den Erfolg wichtig war, kommen verschiedene Nichtregierungsorganisationen und gewerkschaftliche Basisgruppen zu Wort, die den Protest buchstäblich bis zur Konzernzentrale in Hannover getragen haben.
Diese Geschichte eines erfolgreichen Arbeitskampfes ist für Rezensent Knut Henkel ein Leitfaden für den weltweit organisierten gewerkschaftlichen Widerstand. Der von Gregor Maaß und Lars Stubbe herausgegebene Band erzählt, wie die mexikanische Kooperative des Reifenwerks Euzkadi durch drei Jahre Streik, Solidarität und Vertrauen ihren Widerstand gegen Continental internationalisieren und schließlich gewinnen konnte. Die enthaltenen Beiträge von Vertretern beteiligter NGOs dienen dem Rezensenten nicht nur als aufschlussreiche Analysen der einmaligen Erfolgsgeschichte. Von den Autoren vorgestellte alternative Konzepte, wie die solidarische Ökonomie, lassen Henkel das Buch sogar als "Beitrag zur Überwindung des Kapitalismus" begreifen.
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