Mit Illustrationen von Jill Enders. In einer Welt, die immer lauter und komplexer wird, hilft manchmal der Blick nach innen: der Blick in unseren Körper. Seit Jahrtausenden wird er vor Probleme gestellt und löst sie auf ganz eigene Art. Was können wir von ihm lernen? Was wissen unsere Organe über das Leben?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.10.2025
Rezensent Daniel Haas findet großes Vergnügen daran, mit Giulia Enders im Schleim zu wühlen. Die Ärztin schafft es laut Haas, die Komplexität unseres Körpers und seiner Funktionen nicht zu reduzieren und dennoch verständlich und unterhaltsam über das große Ganze des menschlichen Organismus zu schreiben. "Allround-Fachwissen" also kann der Leser erwarten, als Fortsetzung von Enders' Bestseller "Darm mit Charme". Dass Enders zudem Physis mit psychosozialen Aspekten verbindet und jeden dazu aufruft, seine Mikroben mal kennenzulernen, findet Haas einfach charmant. Viel Wissen mit menschlichem Antlitz, meint er über das Buch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.08.2025
Eine tolle Perspektive auf den menschlichen Körper entwirft dieses Buch laut Rezensentin Susanne Billig. Die Medizinerin Giulia Enders beschreibt diverse körperliche Prozesse unter dem Vorzeichen der Zusammenarbeit, so Billig. Auf Kriegsmetaphern und Ähnliches verzichtet Enders hier völlig, vielmehr stellt sie die Arbeit zum Beispiel der Lunge oder auch Themen wie Wundheilung in einer Weise dar, die das Weiche und Kooperative an Körperlichkeit herausstellen. Enders zielt dabei nicht nur auf biologische Fragen ab, sondern zeigt, wie organische Prozesse als Vorbild für ein bessseres Zusammenleben im gesamtgesellschaftlichen Bereich fungieren können. Insgesamt fügt sich das zu einem Plädoyer dafür, den Menschen nicht als eine Maschine zu betrachten, sondern ihn in seiner Abhängigkeit von der Natur zu verstehen - die Rezensentin findet diese Perspektive super.
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