De l'infinito, universo et mondi. Italienisch-deutsch. Übersetzung, Einleitung und Kommentar von Angelika Bönker-Vallon. "De l'infinito, universo e mondi" ist ein eindrucksvolles Dokument neuzeitlichen Denkens, in dem sich der epochale Umbruch vom Mittelalter zur Moderne manifestiert. Auch mit seiner Schrift "De l'infinito, universo e mondi" sprengt Giordano Bruno den Rahmen der traditionellen Naturphilosophie. In fünf Dialogen kämpft er für eine radikal innovative Weltsicht und stellt der herkömmlichen Lehre des endlichen Universums mit strenger Methodik die provozierende These der kosmischen Unendlichkeit gegenüber: Der unendliche Gott kann die Totalität seiner Seinsfülle nur in einem unbegrenzten Weltall und einer unzählbaren Anzahl von Welten zum Ausdruck bringen. Dazu entwickelt Bruno die Theorie eines homogenen Alls, die die bis dahin selbstverständlichen hierarchischen Strukturen der Physik und Astronomie eliminiert, um sie durch die zukunftsweisende Theorie der Gleichartigkeit der Materie und physikalischen Örter zu ersetzen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2007
Rezensent Christoph Lüthy ist sehr begeistert von dieser neuen auf insgesamt sieben Bände angelegten Giordano-Bruno-Edition - Nachfolgerin einer vor hundert Jahren erschienenen Ausgabe. Die vorliegende epochemachende Schrift über einen von einer unendlichen Zahl von Sonnensystemen bevölkerten Kosmos sei der Nachwelt besonders in Erinnerung geblieben, weil sich daran die (irrige) Überzeugung geknüpft habe, Bruno sei hauptsächlich ihretwegen vor die Inquisition gezerrt worden und schließlich auf dem römischen Scheiterhaufen gelandet. Der Rezensent prophezeit der epochalen Edition samt der vorzüglichen Übersetzung wiederum eine hundertjährige Gültigkeit. Ein Lob, in das er ausdrücklich auch die ausführliche Einleitung und den noch ausführlicheren Kommentarapparat einbezogen wissen will. Auch die "elegante Gestaltung der durchwirkten schwarz-rot-grünen Stoffeinbände" und die "ansprechende Typografie" verströmen für den Rezensenten das Aroma eines Klassikers.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Bärfuss: Königin der Nacht Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…