Herausgegeben von Friedrike Waller, Hans Dierck Waller und Georg Marckmann. Eine umfangreiche Anthologie, erläutert mit zwei literarisch-medizinischen Essays zur Epilepsie. Kein Fachbuch, kein Studienbuch, sondern ein Lesebuch für viele.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.11.2004
Die moderne Medizin konnte die Epilepsie, die "heilige Krankheit", zwar entzaubern und ihre Folgen lindern, sie hat sie bisher aber immer noch nicht erklären können, weiß Caroline Neubaur. "Es gibt Muster der Anfälle, aber keine Kausalerkenntnis." Die unerklärliche Aura bleibt. Mit Gewinn hat die Rezensentin daher diesen von Georg Marckmann, Friederike und Hans Dierck Waller zusammengestellten literarischen und historischen Überblick gelesen, der Texte von Aischylos über Platon, Dante, Shakespeare, Stendhal und Dostojewski bis hin zu Elsa Morante umfasst. Dank der überzeugenden Einleitungen der Herausgeber sieht Neubaur im Ergebnis eine kundige "Zusammenstellung menschlicher Extremzustände" vorliegen, die nicht nur Fachleute interessieren sollte.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…