Gernot Böhme

Platons theoretische Philosophie

Cover: Platons theoretische Philosophie
J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2000
ISBN 9783476017659
Gebunden, 392 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Dieses Buch enthält eine umfassende Darstellung alles dessen, was man nach heutiger Terminologie als die theoretische Philosophie Platons ansehen würde: also seine Forschungen und Lehren zu den Bereichen Ontologie, Logik, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Kosmologie (Physik). Es führt die philologisch orientierte Platon-Forschung mit der Geschichte der Wissenschaften zu Platons Zeit zusammen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.02.2001

Albert von Schirnding ist der Ansicht, dass der Autor hier noch über die Bemerkung Alfred North Whiteheads, "die philosophische Tradition bestehe aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon", hinausgeht. Dabei beziehe sich Böhme jedoch nicht nur auf die Philosophiegeschichte, sondern die gesamte Kultur, weshalb es erforderlich sei, "uns selbst von Platon her besser verstehen zu lernen" und weniger den umgekehrten Weg zu gehen: Platon aus unserer Perspektive zu deuten. Böhme macht dies an einem Beispiel deutlich, wie von Schirnding erläutert: dem der Zeitdeutung. Der Zeitbegriff war für Platon mit dem Begriff der Lebenszeit untrennbar verbunden, eine Sichtweise, die unsere heutige Zeitauffassung (linear bzw. in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft unterteilt) in einem anderen Licht erscheinen lässt. Abschließend stellt der Rezensent fest, dass eine systematische Darstellung wie diese in einem gewissen Widerspruch zu jenen steht, die in Platon den "Stichwortgeber der abendländischen Philosophie" sehen. Ob ihm das gefällt, sagt er leider nicht.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2000

Wenn es stimmt, dass Platon allgegenwärtig ist, scheint unser Rezensent "lx" sich zu sagen, dann sollte eine systematische Darstellung seines Denkens wie die hier vorgelegte eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit sein. Allein "lx" hat gute Erfahrungen gemacht mit dem Autor des Buches, und so hören wir so etwas wie Zuversicht aus seinen Worten. Dass das Werk gelungen sein könnte nämlich, die Bestandteile der Philosophie Platons "in ihrem Zusammenhang zur Lösung von `Sachproblemen` vorzustellen, die noch heute von Aktualität sind".
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