Gerd R. Ueberschär

Stauffenberg

Der 20. Juli 1944
Cover: Stauffenberg
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN 9783100860033
Kartoniert, 271 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Das Buch zum ARD-Film "Stauffenberg". Der Name Claus Schenk Graf von Stauffenberg steht für den Widerstand gegen Hitler. Am 20. Juli 1944 brachte Stauffenberg eine Bombe ins "Führerhauptquartier", doch Adolf Hitler entging dem Attentat knapp. Stauffenberg zahlte, wie viele Mitverschwörer, mit seinem Leben. Als "Aufstand des Gewissens" ging der gescheiterte Staatsstreich in die Geschichte ein. Der bekannte Historiker Gerd R. Ueberschär stellt die historischen Entwicklungen und Motivationen der daran Beteiligten ausführlich dar: Von den ersten Plänen der Operation "Walküre" über den Tag des 20. Juli 1944 bis zur Hinrichtung der Beteiligten und Verfolgung ihrer Angehörigen. Ein wichtiges Zeugnis deutschen Widerstands.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.07.2004

Vom Bildtteil mit Szenenfotos aus einem Stauffenberg-Fernsehfilm von Jo Baier fühlte der Rezensent von "Stauffenberg. Der 20. Juli 1944" sich irritiert, da er die Geschehnisse um das Hitlerattentat "nach Art eines Fotoromans" erzähle. Ansonsten aber, urteilt Jürgen Zarusky, bietet Gerd R. Ueberschärs Buch "eine seriöse und umfassende Einführung in die Thematik". Alle "wesentlichen Themen" werden angesprochen, "von der minutiösen Chronologie des Entscheidungstages bis zur Rezeption des Widerstands des 20. Juli nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes". Nur darin, dass der Freiburger Historiker und Archivar den Widerstand der Arbeiterbewegung kurz und knapp als "macht- und wirkungslos" abtut, wird er der Sache nicht gerecht, moniert Zarusky. Eine solche Betrachtungsweise unterschlage "den Vorzug der Gegnerschaft der ersten Stunde", auf den die sozialdemokratischen und kommunistischen Widerständler sich berufen könnten. Im "beeindruckendsten, aber auch bedrückendsten Kapitel" des Buches werde die nationale Stimmung nach dem 20. Juli behandelt. Dort zeige sich, wie die meisten Deutschen sich "inmitten der sich abzeichnenden militärischen Katastrophe weiter an den 'Führer'" klammerten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2004

Grundlegend Neues, stellt Joachim Scholtysek als Warnung seiner kurzen Besprechung voran, biete dieser Begleitband zum ARD-Film "Stauffenberg" nicht an, stattdessen einen Abriss der Hintergründe und Ereignisse und eine detaillierte Beschreibung der Verfolgungsaktionen. Am interessantesten erscheint dem Rezensenten noch die Darstellung der Rezeption des 20 Juli, doch hier stört sich Scholtysek an der unausgeglichenen und parteilichen Bewertung durch Gerd R. Ueberschär.

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