Georgi Gospodinov

Natürlicher Roman

Cover: Natürlicher Roman
Droschl Verlag, Graz 2007
ISBN 9783854207283
Gebunden, 176 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann. Georgi Gospodinov hat mit dem "Natürlichen Roman" einen der erstaunlichsten und bewegendsten Romane rund um einen Ehebruch geschrieben, der, obwohl außerordentlich unterhaltsam, auf der Höhe literaturtheoretischer Debatten steht und gleichzeitig mit viel Sinn für Schabernack sein Spiel mit ihnen treibt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.10.2007

Ein "experimenteller Humorist der Verzweiflung" ist Georgi Gospodinov für Jörg Plath, und hier steckt schon alles drin, was diesen Roman für ihn ausmacht und auszeichnet. Zum einen die bittere Ausgangssituation, nämlich ein gehörnter und verlassener Ehemann. Das Thema der Auftrennung, des Zerfalls, ist auch der rote Faden in diesem sehr heterogenen, aber über weite Strecken trotzdem nicht zerfallenden Buch, meint Jörg Plath. Auf Seite 17 wird das Motiv radikal umgesetzt, just, als der Erzähler den Plan fasst, ein Buch zu schreiben, das nur bis zur Seite 17 gelangt, um wieder neu anzufangen. So geschieht es auch. Im Weiteren geht es über Toiletten, Fliegen, eine unglückliche Liebe oder Quentin Tarantino. Der Mensch ist für Gospodinov ein "eher unüberlegt gestopfter Darmsaitling", schreibt Plath, und meint damit die Vielfalt, die in diesem Buch herrscht. Ihm gefällt das und der daraus entstandene "natürliche Roman" außerordentlich. Bis kurz vor Schluss nehme das Disparate auch nie überhand. Erst dann "fasert" das Buch laut Plath ein bisschen aus.
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