Herausgegeben und aus dem Bulgarischen übertragen von Viktoria Dimitrova Popova. Angezogen von Mythen und getrieben von Wissensdurst tritt der 30-jährige Kalin Terzijski anfangs als "Krankenschwester", dann als Psychiater in einer der größten psychiatrischen Kliniken auf dem Balkan in Dienst. Es ist das erste Jahrzehnt nach der Wende, Bulgarien auf dem Weg ein demokratischer Staat zu werden. Um den Lebensunterhalt für seine Tochter und seine Frau zu bestreiten, schreibt der junge Arzt während seiner Schichten auch Drehbücher fürs Fernsehen. Der Lohn für beide Arbeiten steht in keinem Verhältnis zu dem, was er täglich bewältigen muss.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2016
Tja, was ist das denn nun, was Kalin Terzijski schreibt? Schwer zu kategorisieren sind seine Bücher allemal, finden sich darin doch erzählende Prosa, philosophische Essays, Lexikoneinträge, und das alles stark autobiografisch fundiert, meint Ulrich M. Schmid. In "Wahnsinn" erzählt Terzijski von seiner Tätigkeit als Psychiater, auf den sich der Wahnsinn seiner Patienten zu übertragen droht, als er eine Affäre mit einer Kollegin beginnt, fasst der Rezensent zusammen. Für Ihn steht fest: Terzijskis Bücher sind "beeindruckende literarische Experimente" über einen "suchenden Romanhelden in einer fragmentierten Welt".
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