Herausgegeben und eingeleitet von Klaus Völker. Grosz eher polternd und mitreißend, Herrmann-Neisse eher differenziert, erzählen sich von ihrem Leben außerhalb Deutschlands, kommentieren ungebremst die Welt- und Parteipolitik, karikieren frühere, sich den Nazis anpassende Weggenossen, verteilen Spott über manche Erscheinungen des Exils - und liefern so trotz widriger Umstände schöne Beispiele von "unverbiesterter Lebenslust" (Herrmann-Neisse).
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.06.2003
Ralph Jentsch begrüßt es sehr, dass durch den Briefwechsel neben dem bekannten Zeichner und Maler Grosz auch der Lyriker Max Hermann-Neisse in Texten greifbar wird, da dessen Werke heute längst vergriffen sind, wie der Rezensent mitteilt. Er zitiert eingehend aus den Briefen, die sich Grosz und Hermann-Neisse aus dem Exil von New York und London geschickt haben und hat neben persönlichen Berichten vor allem politische Äußerungen gefunden. Jentsch lobt den Herausgeber Klaus Völker nicht nur für seine Bemühungen um den Briefwechsel, sondern auch für seine "kenntnisreichen" Kommentare zu den einzelnen Briefen. Manches, gibt der Rezensent zu, hätte er sich "genauer und informativer gewünscht", aber alles in allem ist er sehr zufrieden mit diesem Buch.
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