Georg Schwaiger

Papsttum und Päpste im 20. Jahrhundert

Von Leo XIII. zu Johannes Paul II.
C. H. Beck Verlag, München 1999
ISBN 9783406448928
Gebunden, 543 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Das Buch bietet einleitend eine historische Übersicht über die Entwicklung des Papsttums, im Hauptteil eine Geschichte des Papsttums und der einzelnen Päpste im 20. Jahrhundert. Die Päpste sahen sich konfrontiert mit den Ideologiesystemen von Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus, den Katastrophen der beiden Weltkriege und ihren Folgen, dem sozialen Wandel besonders in den Industriestaaten, dem Ende des kolonialen Zeitalters (mit erheblichen Auswirkungen auf die christliche Mission). Der Autor zeigt, wie sie darauf reagierten und stellt dar, wie das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) eine zeitgerechte Standortbestimmung von katholischer Kirche und Christentum unternahm.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

Geradezu empört zeigt sich Matthias Drobinski über einige Passagen dieses Buches. Zwar weiss er Schwaigers Papstgeschichte bis zur Zeit des Nationalsozialismus sehr zu würdigen: Er findet es detailreich, sachkundig, auch gerecht im Urteil über die Stärken und Schwächen der Päpste dieser Zeit. Aber deutlich ärgerlich wird der Rezensent über Schwaigers "undifferenziert apologetischen Verharmlosungen", was die der Rolle der Päpste bzw. der katholischen Kirche im Nationalsozialismus angeht. Drobinski listet etliche Beispiele auf, bei denen Schwaiger aus Nazis NS-Gegner gemacht, wichtige Predigten zum Kriegsbeginn unerwähnt gelassen und die Nürnberger Prozesse mit dem Satz abgehandelt habe, dass die Richter dort "selber schwerste Verbrechen begangen haben".
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de