Georg Pelzer

Mondindianer

Roman
Cover: Mondindianer
Claassen Verlag, München 2003
ISBN 9783546003384
Gebunden, 174 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Was hat der Niederrhein mit dem Mond zu tun? Sehr viel, wenn man der Enge seines katholischen Elternhauses und dem strengen Regime seiner Großmutter entfliehen will. Ein wunderbares Buch über einen kleinen Jungen, seinen großen Traum von der Fahrt zum Mond, von der Provinz und den hochfliegenden Hoffnungen der Menschheit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2003

Andreas Rosenfelder wird durch diesen Debütroman von Georg Pelzer nicht gerade zu Lobeshymnen inspiriert´, doch hat er durchaus Positives zu vermerken. Der Autor erzählt von einer Jugend in der niederrheinischen Provinz, die im Schatten der Mondlandung von 1969 steht, fasst der Rezensent zusammen. Die Art und Weise in der der Autor der "gespenstischen Verwandtschaft" zwischen dem öden Provinznest und dem Mond nachspürt und die katholische Kirche als "bedrohliche Konkurrenz zur Weltraumbehörde" beschreibt, findet der Rezensent sowohl nahe liegend als auch unterhaltsam. Als "hochamüsant" preist er gar die Darstellung der Hauptfigur als "Kirchenroboter", an dem die "christliche Programmiertechnik" sich als Halluzination vor dem Kruzifix zeigt. Dennoch, so Rosenfelder bedauernd, hat dies alles nicht genug "literarische Energie". Er moniert den "altväterlichen Humor" und die mitunter allzu "flachen Sprüche", und er findet, dass Pelzer bei dieser Jugendgeschichte einfach zu "konventionell" vorgeht, um begeistern zu können.
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