Geir Pollen

Wenn die gelbe Sonne brennt

Roman
Cover: Wenn die gelbe Sonne brennt
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783518418314
Gebunden, 266 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Angelika Gundlach. "Wenn die gelbe Sonne brennt" erzählt die Geschichte vom Verlust einer Liebe und gleichzeitig die Geschichte einer tiefen Lebenskrise, die einen Mann befällt, einen Schriftsteller, dessen Obsession ihn fast in den Abgrund geführt hätte. Was ihm bleibt, ist die Erinnerung an eine Frau - und die Möglichkeit, schreibend das Vergangene Revue passieren zu lassen. Geir Pollen schiebt die verschiedenen Zeitebenen übereinander und entzieht den Geschehnissen ihre Chronologie - weshalb sie seltsam entrückt erscheinen, fast zeitlos, traumgleich. Erinnerungsfragmente werden gegeneinandergestellt, miteinander verwoben, nehmen sich aus wie Steine eines großen sich nie vollendenden Mosaiks. Und so handelt "Wenn die gelbe Sonne brennt" auch von der Unmöglichkeit, eine "Geschichte zu einer Erfahrung" zu finden; das Gelebte verwandelt sich im Schreiben in ein Neues, Unbekanntes, Faszinierendes.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2007

Ein wenig enttäuscht scheint Rezensentin Gisa Funck von diesem Liebesroman Geir Pollens. Zwar schätzt sie den norwegischen Autor durchaus als "versierten" Erzähler, der über eine poetische Sprache verfügt und es versteht, einen Roman raffiniert zu konstruieren. Aber bald stellt sich bei ihr Ernüchterung ein. Denn nach einem rasanten Beginn, der nach einer fiebrigen, quälenden Amour fou in der Tradition von Madame Bovary, Anna Karenina und Effi Briest aussieht, wirkt der Roman auf sie zunehmend fade, kommt ihm doch das abhanden, worum es dem Autor eigentlich geht: die Leidenschaft. Stattdessen nimmt das Ganze für Funk den unguten "Beigeschmack einer Bewältigungstherapie" an.
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