Geert Lovink

Digitaler Nihilismus

Thesen zur dunklen Seite der Plattformen
Cover: Digitaler Nihilismus
Transcript Verlag, Bielefeld 2019
ISBN 9783837649758
Gebunden, 242 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Facebook, Twitter, Instagram, Tinder und Co. - all das Klicken, Scrollen, Wischen und Liken lässt uns am Ende sinnentleert zurück. Traurigkeit ist zum Designproblem geworden, die Höhen und Tiefen der Melancholie sind längst in den Social-Media-Plattformen kodiert. Geert Lovink bietet eine kritische Analyse der aktuellen Kontroversen, die sich um Social Media, Fake News, toxische virale Meme und Online-Sucht drehen. Er zeigt: Die Suche nach einem großen Entwurf darf als gescheitert gelten - und hat zu einer entpolitisierten Internetforschung geführt, die weder radikale Kritik übt noch echte Alternativen aufzeigt.Wir sind aufgerufen, die künstliche Intimität von Social Media, Messenger-Apps und Selfies zu akzeptieren, denn Langeweile ist die erste Stufe der Überwindung des "Plattform-Nihilismus".

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.02.2020

Rezensent Daniel Kretschmar dankt dem Medientheoretiker Geert Lovink für dieses praktikable Buch. Wege aus der digitalen Verdummung zeigt der Autor laut Rezensent auf, ohne moralisch zu werden, dafür mit Freiräumen, die dem Leser Platz zum Selberdenken bieten. Dennoch scheint Kretschmar die Lektüre zwingend isofern, als der Autor "mit Nachdruck" für Ideen (Gemeinschaften bilden!) und Theorien wirbt, die uns ermächtigen, Datenkraken und Medienmacht zu entkommen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.11.2019

Rezensent Bernd Graff lässt sich auf den desillusionierten Blick des Medientheoretikers und Internetaktivisten Geert Lovink ein. Das Ergebnis: Graff bekommt einen Eindruck von der Ohnmacht und der Blockierung unserer "post-dekonstruktivistischen Zeit", in der die großen Versprechen des Internet uns in eine "Social-Media-Katastrophe" geführt haben. Dass der Autor eigentlich kaum Lösungsansätze verfolgt (das Soziale muss die Sozialen Medien anführen!), sondern vor allem schonungslos Befunde liefert, scheint Graff bezeichnend. Ein düsterer Abgesang auf die digitalen Illusionen, so Graff.

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