Klappentext
Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Avitals Kindheit und Jugend verlaufen alles andere als glatt. Sie wächst am Rande Jerusalems bei ihren Großeltern in prekären Verhältnissen auf. Auch als sie Reißaus nimmt, wendet sich zunächst nichts zum Besseren: Avital schlittert von einem Unglück ins nächste und träumt dabei unermüdlich von einem Vater, der kommt und sie rettet - wie in den Waisenkindergeschichten, die sie so gerne liest. Und tatsächlich taucht eines Tages der ehemalige Mossad-Agent Achituv Porat auf und nimmt sie unter seine Fittiche. Endlich scheint Avitals Leben eine gute Wendung zu nehmen, doch war die Begegnung mit Achituv wirklich so zufällig, wie er vorgibt?
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 06.05.2026
Galit Dahan Carlibach legt laut Rezensent Carsten Hueck einen starken Roman vor. Die Autorin erzählt von Avital, einem israelischen Waisenkind, das im Jerusalemer Umland bei ihren Großeltern aufwächst und dabei die sexuellen Übergriffe des Großvaters und die Wutanfälle der Großmutter über sich ergehen lassen muss. Carlibachs Buch ist nicht nur Sozialdrama, sondern hat auch Märchen- und Krimielemente - eine gute Mischung, findet der Rezensent. Die in der ersten Person verfasste Lebensgeschichte Avitals ist, meint Hueck außerdem, auch als Porträt Israels lesbar, eines Landes, in dem der soziale Zusammenhalt zerbröselt und in gewisser Weise alle Menschen zu Waisenkindern geworden sind.
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