Gabriel Garcia Marquez

Dornröschens Flugzeug

Journalistsiche Arbeiten von 1961 bis1984
Cover: Dornröschens Flugzeug
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2008
ISBN 9783462039757
Gebunden, 697 Seiten, 34,95 EUR

Klappentext

Zwischen Anfang der 1960er- und Mitte der 1980er-Jahre schreibt Gabriel Garcia Marquez fast jede Woche einen journalistischen Text, der in lateinamerikanischen Zeitungen, vor allem aber in "El Pais", Madrid, erscheint. Er äußert sich zu Filmen und Büchern, zu den politischen Themen der Zeit, zu Stationen seines Lebens, wie dem Nobelpreis, und zu den kleinen Dingen des Alltags. Immer vertritt er entschieden seine Meinung, scheut er nicht das Risiko des Irrtums. Und er scheut sich auch nicht, über so persönliche und peinliche Dinge zu schreiben wie seine grauenhafte Flugangst. Die konnte ihm einmal, auf unvergessliche Weise, nur eine nehmen: die unbekannte junge Frau, die bei einem Nachtflug im Sitz neben ihm ruhte, stumm und schön wie das schlafende Dornröschen. Immer wieder tauchen in den Texten Motive und Figuren auf, die in späteren Werken Verwendung finden. Der Leser erhält so Einblick in den Schaffensprozess des Autors, die Verquickung von literarischem und journalistischem Schreiben, da für Garcia Marquez' Roman und Reportage Kinder ein- und derselben Mutter sind.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2008

Die Bedeutung, ja Notwendigkeit von Magie und Mythos bei Gabriel Garcia Marquez begreift Kersten Knipp erst so richtig nach dieser Lektüre. Erst in seinen journalistischen Arbeiten nämlich begegnet ihm der Autor als Spürhund für Details und Hintergründe an allen nur erdenklichen Orten von New York bis Surinam. Wenn die beobachtete Realität zuweilen schriftstellerisch exotisiert wird, ist das für Knipp bloß das hübsche Sahnehäubchen der Reisen und Texte. Ihren eigentlichen Wert erkennt er in der politischen Kritikfähigkeit und dem regionalgeschichtlichen Wissen ihres Autors. Was dabei herauskommt, schreibt er, seien harte Fakten. Für Knipp der Ausgangspunkt Richtung Mythos und Magie bei Marquez.
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